Kassenbuch bei Apotheken

Warum dürfen Medikamente nur in der Apotheke verkauft werden?

Medikamente dürfen nur durch Apotheken verkauft werden, da sie Waren einer besonderen Art darstellen und oftmals in besonderem Maße Beratung und Erklärungen erfordern. Dabei ist die einfache Apothekenpflicht von Arzneimitteln im §43 des Arzneimittelgesetzes geregelt. Bei Apothekenpflichtigen Arzneien besteht seitens des pharmazeutischen Personals Beratungspflicht.

Diese Beratungspflicht kann jedoch durch den ausdrücklichen Wunsch des Kunden abgelehnt werden. Der Verkauf dieser Waren muss aufgrund der speziellen Eigenschaften durch pharmazeutisches Personal erfolgen. Das pharmazeutische Personal sollte daher auch bei Abgabe der Medikamente offene Fragen stellen um die individuelle Beratung des Kunden abzuklären. Ein Rezept für die Arzneimittel ist dabei nur von Nöten, wenn es sich um rezeptpflichtige Medikamente handelt. Auch sind die Vorschriften für die Abgabepreise der Arzneimittel in der Arzneimittelpreisverordnung festgehalten.

Medikamente dürfen bei einer entsprechenden Versandhandlungsgenehmigung auch durch Apotheken versendet werden. Dies gilt auch über Landesgrenzen. Die Beratung zu versendeten Medikamenten muss dabei ebenfalls durch pharmazeutisches Personal telefonisch oder per Mail durchgeführt werden.

Da ein Apothekenkunde seinen Beratungsbedarf zunächst nicht selbst kennt, besteht für apothekenpflichtige Medikamente ein Selbstbedienungsverbot.